Strände im Anaga: schwarz, wild und unvergesslich
Rau. Tiefblau. Urgewaltig. Man tritt aus dem Schatten der Lorbeerbäume, und plötzlich weicht der Wald dem endlosen Horizont. Die Küste des Anaga-Gebirges ist das wilde Herz Teneriffas: Hier trifft pechschwarzer Lavasand auf den ungebändigten Atlantik, während zerklüftete Basaltriesen aus der Gischt ragen. Wer diese Strände besucht, sucht keinen polierten Luxus, sondern die reine, salzige Kraft der Natur.
Vom Fotospot Benijo bis zur einsamen Bucht
Die Playa de Benijo ist mit ihren ikonischen Felsnadeln und spektakulären Sonnenuntergängen das Aushängeschild der Region – wer hier einen Parkplatz möchte, sollte vor 9 Uhr eintreffen. Während Surfer in Almáciga den Nordatlantik-Swell reiten, bleiben Orte wie die Playa de Tamadite oder das entlegene Roque Bermejo jenen vorbehalten, die den Abstieg durch tiefe Schluchten nicht scheuen. Den sanften Gegenpol bildet die goldene Playa de Las Teresitas mit ruhigem Wasser und Palmensäumen. Alle Details zu Anfahrt, Gezeiten und Sicherheit für jedes Küstenabenteuer.
Playa de Benijo: Felsnadeln, schwarzer Sand und Atlantik

Die Playa de Benijo ist kein Strand für Liegestühle und Sonnenschirme. Sie ist ein Strand für Menschen, die echte Natur suchen: schwarze Lavaformationen, die Atlantikwellen, die mit voller Kraft gegen die Felsen prallen, und als Kulisse die berühmten Roques de Benijo – zwei bizarre Basaltnadeln, die aus dem Meer ragen wie Wächter des Anaga-Gebirges. Teneriffas bekanntester wilder Strand und eines der meistfotografierten Motive der Insel.
Playa de Las Teresitas: Sahara-Sand am Fuß des Anaga-Gebirges

Auf Teneriffa gibt es Schwarzstrand, Geröll und Lava. Und dann gibt es die Playa de Las Teresitas: 1,5 Kilometer goldener Sand, eine Palmenreihe, ruhiges Wasser hinter einer Wellenbrecher-Mole – und direkt dahinter das steile Anaga-Gebirge. Ein Kontrast, der keine andere Erklärung braucht. Das ist einer der schönsten Strände der gesamten Kanarischen Inseln.
Playa de Almáciga: Der schwarze Surferstrand der Anaga-Nordküste

Zwischen Taganana und Benijo liegt Almáciga – ein kleines Fischerdorf, das seinen Strand kennt: schwarzer Sand, direkte Atlantikbrandung, keine Wellenbrecher. Was für Badegäste eine Warnung ist, ist für Surfer eine Einladung. Die Playa de Almáciga ist der bekannteste Surfspot der Anaga-Nordküste – kein internationales Surfmekka, aber eine ehrliche Welle für Surfer, die Einsamkeit einer Touristenmenge vorziehen.
Playa de Tamadite – wilder Schluchtenstrand am Ende des Barranco de Afur

Die Playa de Tamadite gibt es nur für die, die sich sie verdienen. Kein Parkplatz direkt am Strand, kein Weg mit dem Auto – nur ein 5,2 Kilometer langer Abstieg durch den wilden Barranco de Afur. Unten: schwarze Lavasteine, der Bach der Schlucht, der sich ins Meer ergießt, und eine Stille, die man von Stränden normalerweise nicht kennt. Kein anderer Mensch – zumindest morgens.
Roque Bermejo – die geheimste Bucht des Anaga

Roque Bermejo existiert fast nicht. Ein Fischerhäuschen, eine kleine Kapelle, ein paar rote Lavafelsen, eine geschützte Bucht – und das Meer. Keine Straße führt hin. Man kommt per Boot von Punta del Hidalgo oder auf einer der härtesten Wanderungen des Anaga: der großen Küstenrunde von Chamorga. Wer ankommt, findet genau das, was er gesucht hat: das Ende der bewohnten Welt.
Playa del Roque de las Bodegas – Fischrestaurants und schwarzer Sand bei Taganana

Kaum ein Strand auf Teneriffa ist so leicht erreichbar und gleichzeitig so wenig bekannt wie die Playa del Roque de las Bodegas bei Taganana. Direkt an der Küstenstraße TF-134 gelegen, nur wenige Kurven nach dem Ortseingang Taganana, empfängt der schwarze Strand mit einem Anblick, der Urlauber überrascht: Fischrestaurants direkt am Wasser, Fischerboote auf dem schwarzen Sand, und hinter allem die zerklüfteten Felswände des Anaga.
Surfen im Anaga – die Nordküste und ihre drei Spots

Die Nordküste des Anaga-Gebirges ist kein Surfen-Hotspot im globalen Sinne – keine Weltmeisterschaften, keine Surf-Camp-Industrie, keine überlaufenen Line-ups. Was sie bietet, ist echter: Der Nordostpassat bringt vom Atlantik regelmäßige Dünung an die Küste, die schwarzen Lavastrand-Buchten funktionieren als natürliche Brecherzonen, und die Einsamkeit ist garantiert.
Naturpools und Meerwasserbecken im Anaga – ruhiges Schwimmen an der Wildküste

Die Anaga-Küste ist wild. Direkte Atlantikbrandung, schwarze Lava, starke Strömungen – kein Umfeld für normale Badegäste. Aber in den Felsen der Küste haben Jahrhunderte Erosion natürliche Wasserbecken (Charcos) geformt: Höhlen und Mulden, die bei ruhigem Seegang mit Atlantikwasser gefüllt sind und ruhiges, warmes Schwimmen ermöglichen. Dazu kommt der Meerwasserpool in Punta del Hidalgo – eine der schönsten Bademöglichkeiten der Anaga-Nordküste.
Alle Strände im Anaga – Übersicht und Vergleich

Das Anaga-Gebirge hat keine Urlauberstrände. Was es hat, ist wilder, echter und eindrücklicher: schwarze Lavastrände, nur zu Fuß erreichbare Buchten, Naturpools in Felsmulden, und einen goldenen Sandstrand als einzigen Ausreißer. Dieser Überblick fasst alle Strände des Anaga zusammen – mit Vergleichstabelle und klaren Empfehlungen.
Drei Themen – eine Küste
Benijo, Las Teresitas, Tamadite, Roque Bermejo – alle Strände des Anaga mit ehrlicher Einschätzung, für wen welcher geeignet ist.
Surf-Spots an der Nordküste, Naturpools in Felsmulden, Meerwasserbecken in Punta del Hidalgo.
Parkplätze, Sicherheitshinweise, Gezeiten, Erreichbarkeit – was man vor dem Besuch wissen muss.
Strände im Anaga-Gebirge
Die Playa de Las Teresitas ist die beste Wahl für Familien: ruhiges Wasser hinter einem Wellenbrecher, goldener Sand, saisonal Rettungsschwimmer. Alle anderen Anaga-Strände sind wilde Atlantikküste mit Strömungen – für kleine Kinder nicht geeignet.
Von Oktober bis März steht die Sonne beim Untergang direkt hinter den Roques de Benijo – das ergibt das klassische Motiv. Im Sommer geht die Sonne weiter nördlich unter und verfehlt die Felsnadeln. Ankommen vor 9 Uhr morgens lohnt sich auch: Der Parkplatz ist an Wochenenden früh voll.
Nur zu Fuß – über einen 5,2 Kilometer langen Abstieg durch den Barranco de Afur. Rund zwei Stunden Gehzeit, kein Weg mit dem Auto. Wer unten ankommt, findet schwarze Lavasteine, den Bach der Schlucht und eine Stille, die man von Stränden nicht kennt.
Ja – in den natürlichen Felsbecken (Charcos) entlang der Küste und im Meerwasserpool in Punta del Hidalgo. Die Charcos füllen sich bei ruhigem Seegang mit Atlantikwasser und ermöglichen ruhiges Schwimmen auch dort, wo die offene Küste zu gefährlich wäre.