Surfen im Anaga – die Nordküste und ihre drei Spots
Die Nordküste des Anaga-Gebirges ist kein Surfen-Hotspot im globalen Sinne – keine Weltmeisterschaften, keine Surf-Camp-Industrie, keine überlaufenen Line-ups. Was sie bietet, ist echter: Der Nordostpassat bringt vom Atlantik regelmäßige Dünung an die Küste, die schwarzen Lavastrand-Buchten funktionieren als natürliche Brecherzonen, und die Einsamkeit ist garantiert.
Drei Spots stehen im Mittelpunkt: Almáciga (bester Beachbreak der Küste), Roque de las Bodegas (familienfreundlicher Einstieg) und Benijo (eher zum Zuschauen als zum Surfen). Dieser Artikel vergleicht sie – für Einsteiger und Profis.

Surfspot-Vergleich: Almáciga, Bodegas, Benijo
| Spot | Wellentyp | Niveau | Beste Saison |
|---|---|---|---|
| Almáciga | Beachbreak, kräftig | Fortgeschritten–Profi | Okt–Apr |
| Roque de las Bodegas | Beachbreak, kleiner | Einsteiger–Mittel | Okt–Apr |
| Benijo | Shore break, unregelmäßig | Nicht empfohlen | Ganzjährig |
Almáciga: Der beste Spot
Almáciga ist die erste Wahl für Fortgeschrittene und Profis: kräftiger Beachbreak, regelmäßige Sets, ein sandiger Untergrund in der Hauptbrechzone. Im Winter bei Nordatlantik-Dünung: die besten Bedingungen der Anaga-Küste. Kein Surf-Service vor Ort.

Roque de las Bodegas: Einsteiger-freundlicher
Die Playa del Roque de las Bodegas hat kleinere Wellen und einen etwas geschützteren Charakter. Für Einsteiger mit Kurs-Erfahrung eine Option – aber auch hier kein Rettungsschwimmer und kein Surf-Verleih vor Ort.
Benijo: Eher Zuschauer als Surfer
Die Playa de Benijo bietet Shore Break – Wellen, die direkt auf Felsen brechen. Für normale Surfer nicht geeignet. Bodyboarding in ruhigeren Phasen möglich, aber die Strömung ist unberechenbar.

Surf-Schulen und Kurse im Anaga-Bereich
In Almáciga oder Bodegas selbst gibt es keine Surfschulen. Wer einen Kurs buchen will: Santa Cruz de Tenerife hat mehrere Schulen mit Transfers zur Nordküste.
Jahreszeiten: Wann surfen im Anaga?
Oktober bis April: Nordatlantik-Dünung aktiv, konsistente Wellen, beste Surfbedingungen.
Mai bis September: Sommer schwächer, Wellen flacher und unregelmäßiger. Für Anfänger unter Kontrolle manchmal geeigneter.
Tageszeit: Früh morgens oft cleanere Wellen (Passatwind setzt nachmittags ein). Highsession: 7–10 Uhr.
⚠️ Badewarnung: Alle Anaga-Surfspots: Keine Bewachung, starke Strömungen, Felsuntergrund in den Randbereichen. Ohne Erfahrung im Meeressurfen nicht ins Wasser. Lokale Surfer nach aktuellen Bedingungen fragen.
Praktische Tipps
- Beste Saison: Oktober–April für Nordatlantik-Dünung
- Früh surfen: 7–10 Uhr – sauberere Wellen vor dem Nachmittags-Passat
- Anfänger: Kurs in Santa Cruz buchen, nicht allein in Almáciga ins Wasser
- Almáciga: Bester Spot, kein Verleih – eigene Ausrüstung mitbringen
- Lokale Einschätzung: Vor Ort nach aktuellen Bedingungen fragen
- Surf-Kurs: GetYourGuide für geführte Tagestouren zur Nordküste
Fazit
Die Anaga-Nordküste ist ein ehrlicher Surfbereich: keine Industrie, keine Camps, keine überlaufenen Spots. Almáciga führt als bester Beachbreak, Bodegas als zugänglichste Alternative. Wer Einsamkeit und echte Wellen sucht, findet hier beides.
Häufige Fragen
Almáciga – kräftiger Beachbreak, regelmäßige Dünung, bester Spot der Nordküste für Fortgeschrittene und Profis.
Oktober bis April, früh morgens (7–10 Uhr) für cleanere Wellen.
Nicht direkt vor Ort – Kurse in Santa Cruz buchen mit Transfer zur Nordküste, oder über GetYourGuide.
Nicht empfohlen – Shore Break direkt auf Felsen, starke Strömung. Eher zum Zuschauen.
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer für Teneriffa und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: April 2026


