Playa de Benijo: Felsnadeln, schwarzer Sand und Atlantik
Die Playa de Benijo ist kein Strand für Liegestühle und Sonnenschirme. Sie ist ein Strand für Menschen, die echte Natur suchen: schwarze Lavaformationen, die Atlantikwellen, die mit voller Kraft gegen die Felsen prallen, und als Kulisse die berühmten Roques de Benijo – zwei bizarre Basaltnadeln, die aus dem Meer ragen wie Wächter des Anaga-Gebirges. Teneriffas bekanntester wilder Strand und eines der meistfotografierten Motive der Insel.
Aber: Die Playa de Benijo ist kein Familienbadestrand. Kein Rettungsschwimmer, starke Strömung, kein Sand – sondern glatte, nasse Lavasteine. Wer schwimmen will, braucht Erfahrung und den richtigen Moment. Wer schauen und fotografieren will, kann das immer. Dieser Artikel erklärt beides.

Der Strand: Was die Playa de Benijo ausmacht
Der Strand besteht aus schwarzen Lavasteinen – glatt und glänzend vom Meerwasser, rutschig wenn nass. Kein Sand, keine Liegemöglichkeit ohne Unterlegmatte. Die Länge beträgt ca. 300 Meter – genug für die Atmosphäre, zu wenig für Massentourismus. An beiden Enden: Felsen, Klippen, der Atlantik.
Was den Benijo-Strand von anderen schwarzen Stränden des Anaga unterscheidet: die Roques de Benijo direkt vor dem Strand. Diese zwei Felsnadeln, von denen eine beinahe 30 Meter aus dem Wasser ragt, sind kein geologisches Nebenprodukt – sie sind das Bild. Im Abendlicht, wenn die Sonne hinter dem Anaga-Kamm versinkt, leuchten sie orange-rot vor schwarzem Meer. Das ist das Foto.
⚠️ Badewarnung: Die Playa de Benijo ist kein bewachter Strand. Die Strömung ist stark und unberechenbar, auch bei ruhig wirkendem Wasser. Schwimmen nur bei absolutem ruhigem Seegang und ausschließlich für sehr erfahrene Meeresschwimmer. Kinder nicht ins Wasser lassen.
Sonnenuntergang in Benijo: Das Ereignis
Der Sonnenuntergang von der Playa de Benijo aus ist eines der Top-Naturerlebnisse Teneriffas. Oktober bis März bietet das beste Licht: Die Sonne sinkt niedrig genug, um die Roques de Benijo direkt anzustrahlen, bevor sie hinter dem Anaga-Kamm verschwindet. Das Ergebnis: eine Silhouette der Felsnadeln gegen einen orange-roten Himmel, die Spiegelung im Wasser.

Wann und wie: Sonnenuntergang optimal erleben
Ankunft: Mindestens 30–45 Minuten vor Sonnenuntergang. Parkplatz füllt sich schnell.
Position: Nördlicher Strandrand oder kleiner Felsvorsprung nördlich des Parkplatzes für direkten Blick auf die Roques.
Ausrüstung: Stativ für Langzeitbelichtung. Polarisationsfilter für Reflexionen auf dem Wasser.
Monate: Oktober bis März – beste Lichtverhältnisse, Sonne tief genug.
Anreise nach Benijo: Auto und Bus
Auto: Über Almáciga von der TF-12 die Serpentinenstraße TF-134 hinunter zur Küste. Parkplatz am Strand: ca. 20 Fahrzeuge. An Wochenenden und bei Sonnenuntergang vor 17 Uhr anreisen.
Bus: nicht direkt, Kombination TITSA 946 ab Santa Cruz bis Endstation Almáciga + Fußweg (ca. 1 km).
Kombination: Benijo + Küstenwanderung nach El Draguillo ist ideal.
🌿 Biosphärenreservat: Das Anaga-Gebirge ist seit 2015 UNESCO-Biosphärenreservat. Bitte Wege nicht verlassen, keine Pflanzen oder Tiere mitnehmen — Wildcampen und Lagerfeuer sind verboten.
Praktische Tipps
- Sonnenuntergang: Oktober–März, 30–45 Min. vor Sunset anreisen
- Parkplatz: An Wochenenden vor 17 Uhr – sonst voller Parkplatz oder Fußweg ab Almáciga
- Schwimmen: NEIN – außer ruhigem Seegang + erfahrene Meeresschwimmer
- Stativ: Für Sonnenuntergangs-Langzeitbelichtungen unverzichtbar
- Restaurant: Kleines Lokal in Benijo – an Wochenenden meist geöffnet
- Kombination: Benijo + Küstenwanderung El Draguillo
Fazit
Die Playa de Benijo ist das ikonischste Naturbild des Anaga-Gebirges: schwarze Lava, Felsnadeln, Atlantik, Sonnenuntergang. Kein Badestrand für alle – aber ein Erlebnisort für alle. Wer hierherkommt und wartet, bis das Licht stimmt, erlebt einen der schönsten Momente Teneriffas.
Häufige Fragen
Nur bei absolut flachem Seegang, für sehr erfahrene Meeresschwimmer. Kein Rettungsschwimmer, starke Strömung. Kinder nicht ins Wasser.
Oktober bis März – Sonne tief, Licht auf den Roques de Benijo. 30–45 Minuten vor Sunset ankommen.
Ja – ca. 20 Fahrzeuge. An Wochenenden und bei Sonnenuntergang schnell voll. Alternativ: Almáciga parken + Fußweg.
TITSA 946 ab Santa Cruz bis Endstation Almáciga + Fußweg (ca. 1 km).
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer für Teneriffa und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: April 2026


